Sicher Radfahren im Winter

Radfahren im Winter: Tipps für sicheres Fahrradfahren bei Schnee, Kälte und Eis

Wenn die Temperaturen sinken, stellen viele ihr Fahrrad für den Winter in den Keller. Dabei ist Radfahren im Winter nicht nur möglich, sondern auch gesund. Aber kann man im Winter sicher Fahrrad fahren? Ob auf dem täglichen Weg zur Arbeit, bei einer gemütlichen Radtour im Winter oder sogar einer mehrtägigen Radreise: Mit den richtigen Tipps fürs Fahrradfahren im Winter steht dem Radspaß auch in der kalten Jahreszeit nichts im Weg.

Ist Fahrradfahren im Winter gesund?

Viele meiden das Fahrradfahren im Winter aus Angst vor Erkältungen – dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Fahrrad fahren bei Schnee oder Minusgraden ist gut für die Gesundheit! Denn Radfahren bei kalten Temperaturen stärkt das Immunsystem auf natürliche Weise: Der regelmäßige Wechsel zwischen Kälte draußen und Wärme drinnen härtet den Körper ab – ähnlich wie ein Saunabesuch.

Wer regelmäßig im Winter tagsüber radelt, tankt außerdem wertvolles Tageslicht. Das kurbelt die Vitamin-D-Produktion an und beugt dem gefürchteten Winterblues vor. Studien zeigen, dass Bewegung an der frischen Luft das Risiko für eine saisonale Depression deutlich senken kann.

Ein weiterer oft unterschätzter Aspekt: Beim Fahrradfahren bei Kälte sind Sie eigentlich keiner Virenlast ausgesetzt. Im Vergleich zu Bus und Bahn umgehen Sie den engen Kontakt mit hustenden und niesenden Mitreisenden. Gerade in der Erkältungssaison ist das ein echtes Plus.

Fahrrad winterfest machen: der große Winter-Check

Bevor Sie bei Glatteis und Minusgraden mit dem Radfahren durchstarten, gilt jedoch: Safety First! Dass Sie Ihr Fahrrad winterfest machen, ist eine wichtige Voraussetzung, damit Sie bei Schnee und Eis sicher unterwegs sind. Aber keine Sorge, wir haben eine übersichtliche Checkliste für Sie parat. So können Sie Ihr Fahrrad für den Winter vorbereiten:

Reifen: wichtig für den Grip beim Fahrradfahren im Schnee und bei Glatteis

Klar, gerade bei Glatteis oder Schnee ist die Rutschgefahr groß. Daher ist die richtige Bereifung im Winter besonders wichtig. Moderne Fahrradreifen eignen sich in der Regel für jedes Wetter. Wenn Sie allerdings in besonders schneereichen Regionen unterwegs sind, lohnt sich durchaus der Wechsel zu speziellen Fahrrad-Winterreifen. Diese bieten durch ihr gröberes Profil und die weichere Gummimischung deutlich mehr Grip auf nassen und schneematschigen Straßen. Winterreifen fürs Fahrrad sind in Deutschland (anders als beim Auto) aber keine Pflicht.

Für ein perfektes Fahrrad für den Schnee sind Spikereifen die beste Wahl. Damit machen Sie Ihr Rad zum echten Schnee-Fahrrad für vereiste Straßen. Spikereifen sind für Fahrräder in Deutschland übrigens erlaubt. Allerdings sollten sie die Spikereifen wechseln, sobald Schnee und Eis schmelzen, denn auf Asphalt kommen die Spikes ins Rutschen. Alternativ können Sie den Luftdruck um etwa 0,5 bar senken. Das vergrößert die Auflagefläche und verbessert die Bodenhaftung.

Beleuchtung: sehen und gesehen werden

Wer im Winter Fahrrad fährt, ist oft im Dunkeln unterwegs. Prüfen Sie vor jeder Fahrt, ob die Front- und Rücklichter funktionieren. Moderne LED-Lampen mit Standlichtfunktion sind besonders empfehlenswert.

Bremsen: ein Muss für die sichere Fahrt

Kondenswasser in den Bremszügen kann bei Frost einfrieren und die Bremswirkung beim Radfahren beeinträchtigen. Wenn Sie Ihr Fahrrad winterfest machen, sollten Sie daher unbedingt die Bremszüge kontrollieren und gegebenenfalls in einer Fachwerkstatt prüfen lassen.

Pflege: starke Beanspruchung im Winter

Streusalz ist der größte Feind für Fahrräder im Winter. Es greift Metallteile, Kette und Schaltung an. Putzen Sie Ihr Rad regelmäßig und ölen Sie auch die Kette, um geschmeidig durch den Winter zu kommen.

Beim E-Bike-Fahren im Winter verdient der Akku besondere Aufmerksamkeit. Bei Kälte sinkt die Akkuleistung um bis zu 50 Prozent.

Die wichtigsten Tipps:

  • Niemals unter 10 °C laden: Lassen Sie den Akku mindestens 2 Stunden bei Raumtemperatur akklimatisieren.
  • Akku über Nacht ins Warme nehmen: Dann startet er morgens mit voller Leistung.
  • Thermohülle nutzen: Die Hülle schützt vor Kälte, Nässe und Streusalz.
  • Sanft fahren: Vorausschauendes Beschleunigen und Bremsen schont den Akku.

Mehr Tipps finden Sie in unserem Blogbeitrag zum richtigen Umgang mit dem E-Bike Akku im Winter.

Kann man bei Schnee im Winter Fahrrad fahren? Rechtslage

Ist Radfahren bei Schnee verboten? Es gibt in Deutschland kein Gesetz, das Fahrradfahren bei Schnee untersagt. Wie auch im Sommer gelten die Regeln der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO):

  • Radwegpflicht: Ist ein Radweg durch Schnee, Eis oder Laub nicht sicher befahrbar, entfällt die Benutzungspflicht. In diesem Fall dürfen Sie auf die Fahrbahn ausweichen.
  • Winterreifenpflicht: Eine Winterreifenpflicht fürs Fahrrad gibt es in Deutschland nicht. Die situative Winterreifenpflicht nach § 2 Abs. 3a StVO gilt ausdrücklich nur für Kraftfahrzeuge. Sie dürfen Ihr Fahrrad also auch bei Schnee mit Sommerreifen fahren, auch wenn geeignete Winterreifen aus Sicherheitsgründen empfehlenswert sind.

Fahrtechnik bei Schnee, Eis und Glätte

Die richtige Technik hilft beim Fahrradfahren im Schnee. Mit ein paar einfachen Regeln vermeiden Sie Stürze.

Glatteis: So kommen Sie ohne Schlitterpartie mit dem Fahrrad durch den Winter

Radfahren bei Glatteis erfordert besondere Vorsicht. Versuchen Sie, so gut es geht, vereiste Wege zu vermeiden. Falls Sie doch auf eine vereiste Fläche geraten: nicht lenken und nicht bremsen, besser ausrollen lassen und das Gleichgewicht halten. Wenn Sie in einer Gegend mit vielen vereisten Wegen unterwegs sind, fahren Sie auf Eis am sichersten mit Spikereifen.

Bremsen: sanft und vorausschauend

Beim Fahrradfahren bei Minusgraden sollten Sie vorwiegend die Hinterradbremse nutzen. Blockiert das Hinterrad, ist das Fahrrad noch kontrollierbar. Ein blockierendes Vorderrad führt hingegen häufig zum Sturz. Generell gilt: besser frühzeitig und sanft bremsen als abrupt.

Kurven: locker laufen lassen

Bei Frost Radfahren heißt: In Kurven weder treten noch bremsen. Bremsen Sie vor der Kurve ab und rollen Sie dann mit gleichmäßiger Geschwindigkeit durch. Denken Sie daran, schon weit vor der Kurve das Tempo zu reduzieren und größere Abstände einzuhalten. Der Bremsweg kann sich bei Glätte vervielfachen.

Die richtige Kleidung: warm und sichtbar

Für komfortables Fahrradfahren bei kaltem Wetter ist die richtige Kleidung genauso wichtig wie ein winterfestes Fahrrad:

  • Zwiebelprinzip: Mehrere dünne Schichten sind besser als eine dicke Jacke. So können Sie flexibel auf Temperatur und Anstrengung reagieren.
  • Extremitäten schützen: Hände, Füße und Kopf kühlen am schnellsten aus. Warme, winddichte Handschuhe, eine Mütze unter dem Helm und wasserdichte Überschuhe sind bei Minusgraden unverzichtbar.
  • Sichtbarkeit: Bei schlechten Sichtverhältnissen ist helle, reflektierende Kleidung ein Muss. Zusätzliche Reflektoren an Jacke oder Rucksack oder eine Warnweste erhöhen die Sichtbarkeit und damit Ihre Sicherheit.

Mit dem Dienstrad sicher durch den Winter

Ein technisch einwandfreies Rad ist also entscheidend, wenn Sie im Winter sicher Fahrrad fahren möchten. Falls ein Direktkauf nicht infrage kommt, kann Fahrrad-Leasing mit eurorad eine attraktive Alternative sein. So fahren Sie ein aktuelles Modell mit neuester Technik – von zuverlässigen Bremsen über helle LED-Beleuchtung hin zu leistungsstarken Akkus.

Ihr Vorteil: Wartung inklusive

Je nach Versicherungspaket sind UVV-Prüfungen (Unfallverhütungsvorschrift) oder sogar vollständige Inspektionen bereits enthalten:

  • Basis & Premium: UVV-Prüfung nach dem 1. und 2. Leasingjahr (bis 30 €)
  • PremiumPLUS: Inspektion inkl. UVV-Prüfung nach dem 1. und 2. Leasingjahr (bis 90 €)

Zudem sind ab dem Premium-Paket die Kosten für Verschleißteile wie Bremsen, Reifen und Kette ab dem ersten Tag zu 100 Prozent abgedeckt – ohne Selbstbeteiligung. Mit über 5.000 Fachhändlern deutschlandweit finden Sie außerdem immer einen Partner in Ihrer Nähe, der Ihr Fahrrad winterfest macht.

 

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